Donnerstag, 18. Oktober 2007
Hier lass dich vertrauensvoll nieder


Hamburg. Hin und wieder bekomme ich bei Freundinnen mit, dass sie mal wieder auf der Suche nach dem idealen Frauenarzt sind. Also, mehr Nomen est Omen als das hier geht nicht, und wirklich schade dass ich keine Frau bin, denn ICH würde sofort hingehen.

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Sonntag, 23. September 2007
Kiezkadaver


In der Nacht, im dunkelsten Moment inmitten greller Großstadtlichter, kommt jemand und schenkt dir eine Blume, und ohne es zu wissen rettet er dich, ...

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Donnerstag, 13. September 2007
Künstler: Wegsaniert


Berlin. Der Prenzlauer Berg wird weiter kräftig aufgemöbelt, keine Woche vergeht, in der nicht irgendwo eines der verbliebenen alten Häuser eingerüstet wird, fertig zum Sanieren.

Alles wird hübscher, aber natürlich auch teurer. Mieter mit kleinem Geldbeutel können nach der Sanierung meist nur noch auf andere Stadtteile ausweichen, dazu gehören viele Künstler, die vor allem auf günstige Atelierräume angewiesen sind.

Auch unser Wohnkomplex 219/220 an der Greifswalderstraße ist bald fällig. Seit Mai gehören die Häuser der dänischen Immobilienfirma Taekker, die quer durch Berlin auf Shoppingtour ist.

Für Prenzlauer Berg wirbt Taekker auf ihrer Homepage mit einem "jungen Stadtteil mit vielen Studenten, Kinderfamilien und Künstlern", auf der dänischen Seite brüstet sich der Konzern mit Künstlerförderungen. Taekker, die Immobilienfirma der Kreativen?

Im Sanierungsalltag sieht das eher so aus: Seit der neue Hausherr die Regie an der Greifswalder übernommen hat, wurden sieben Künstlern die Ateliers gekündigt. Die meisten haben schon ihre Räume verlassen, wochenlang quollen die Müllkontainer im Hof von den Atelierauflösungen über. Dem einen oder anderen wird (immer kurzfristig) ein weiterer Monat Duldung ausgesprochen, ein Rauswurf auf Raten also, eine blöde Situation die keinem gefällt.

Antonia, die ihr Atelier unter meiner Wohnung hat, darf noch bleiben, wie lange kann man ihr nicht sagen. Von den anderen Künstlern weiß sie, dass es bisher keinem gelungen ist neue Atelierräume zu vergleichbaren Konditionen aufzutreiben: Auf dem Prenzlauer Berg sowieso nicht, aber auch nicht in anderen Stadtteilen.

Überhaupt ist das wohl eine Kehrseite der glänzenden Medaille "Zwischennutzung", auf die viele Städte so stolz sind: Kreative Köpfe machen mit ihren (alternativen) Projekten Stadtteile interessant, müssen früher oder später aber den nachdrängenden Kapitalinteressen weichen. Je länger der Prozess geht, desto schwieriger wird es für die "Raumpioniere" immer wieder Plätze zu finden, es wird halt immer enger. Ein interessantes Thema für kritische Stadtplaner übrigens, Zumindest eine Diplomarbeit wert.

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Mittwoch, 12. September 2007
Bosnisches Ballett IV


Sarajevo vs. Berlin. Ich weiß, solche Vergleiche sind irre platt, aber ich hab grad Lust drauf. Seit ich zurück bin aus Bosnien nehme ich hier Sachen war, die machen mich fertig, also schreib ich das zum Abreagieren jetzt hier hin. So.

Zum Beispiel das: In Sarajevo knallen die Jungs auf dem Motorrad mit 100 ohne Helm durch die Stadt, immer knapp am Rand der Katastrophe. Total bescheuert.

Hier kriege ich aber das Gefühl, die Leute haben teilweise Angst, sobald sie nur das schützende Haus verlassen. Fahrrad fahren mit Helm, es sieht nicht nur ultrabescheuert aus, es steht auch für ein Lebensgefühl zwischen Hosenschiss und Rundumversicherung. Unerträglich.

Obwohl ich sowohl das eine als auch das andere Extrem fürchterlich bekloppt finde, kann ich die Raserei trotzdem noch besser nachvollziehen. Keviiiin, setzt deinen Helm aaauf! Ich kotze...

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Montag, 10. September 2007
Bosnisches Ballett III


Bosnia i Herzegovina. Wenn man in diesem Land in eine andere Stadt will, fährt man mit dem Auto oder mit dem Bus, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Dachte ich jedenfalls, da nie jemand jemals etwas anderes erwähnt hatte - bis ich es einfach selber ausprobiert habe und mit der Bahn gefahren bin. Ich wusste schon, dass es sowas gegeben sollte, auch wenn sie offenbar niemand benutzt.

Am Sarajevo-Hauptbahnhof habe ich dann zumindest einen Grund entdeckt, der für Bus oder Auto spricht: Ganze 12 Zugabfahrten pro Tag standen auf dem Fahrplan, mehr nicht. Genau mein Zug nach Zagreb über Banja Luka fuhr allerdings zu einer perfekten Zeit und ich würde sogar noch schneller da sein als mit dem Bus, also kaufte ich ein Ticket. Als das dann auch noch BILLIGER war als das vergleichbare Busticket, habe ich von da an auf den großen Haken gewartet... doch den gab es nicht.

Die Zugfahrt war einfach wahnsinnig entspannend!!! Es schlingert und rumpelt nicht so wie im Bus, man kann jederzeit auf die Toilette, und da kaum jemand die Bahn benutzt, sondern lieber das Auto oder den Bus nimmt, hat man fast den ganzen Platz für sich.

Das hat mein Abteilnachbar auch genossen, und nachdem er sich genug darüber gewundert hatte, dass ich ihn und die Landschaft fotografiere, hat er den Rest der Fahrt verschlafen. Nichtmal der Schaffner hat ihn geweckt...

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Sonntag, 9. September 2007
Good bye summer


Berlin. Als ich gestern in den Grunewald gefahren und um den Schlachtensee spaziert bin, war offensichtlich: Der Sommer ist vorbei, das ist Herbst. Mit jedem Windstoß prasselten Eicheln auf den Fußweg, die Luft wehte kalt über den See.

Jetzt besprechen die Zeitungen unsere Hoffnung auf einen Altweibersommer, doch ob der wirklich kommt weiß keiner. Eine Freundin sagte heute, dass sie immer traurig wird wenn der Sommer vorbei ist, weil sie dann weiß, sie ist wieder ein Jahr älter geworden...

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Freitag, 7. September 2007
alte Nummern


Berlin. Ich kann zwar kaum noch mit der Hand schreiben, trotzdem findet sich bei mir hin und wieder beschriebenes Papier. Zum Beispiel mein kleines "Telefonbüchsken". Alle aktuellen Telefonnummern und Adressen habe ich auf dem Rechner, ganz alte aber, die sich selten oder nie geändert haben, stehen in meinem Telefonbuch mit rotem Kunstledereinband. Heute habe ich nach Ewigkeiten wieder einmal reingeguckt, ich brauchte die Nummer eines Onkels.

Bei der Gelegenheit habe ich auch etwas rumgeblättert und entdeckt, was für alte Nummern sonst noch da drinstehen. Das Buch ist mehr als 20 Jahre alt, ich bin daher über verschiedene Exfreundinnen gestolpert, aus verschiedenen Epochen, selbst aus Schulzeiten. Ein komisches Gefühl, wie ein Museum der vergangenen Beziehungen. Außerdem waren da Telefonkontakte zu Leuten, mit denen ich seit Jahren oder beinahe Jahrzehnten nichts mehr zu tun habe. Und auch die Nummern meiner Oma, einer Tante und eines ehemaligen Lehrers standen dort. Das hat mich traurig gemacht. Alle drei sind schon vor langer Zeit gestorben.

Was passiert wohl, wenn man da anruft. Ob man mit fremden Menschen spricht? Oder mit Geistern? Oder ob es die Anschlüsse einfach nicht mehr gibt? Ich werde es ausprobieren...

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Donnerstag, 6. September 2007
Der Autor


Berlin. Hier veröffentliche ich jetzt also. Erlebnisse, Gedanken, Einfälle, die ich nicht für mich behalten kann. Wieviel Prozent meiner Motivation jeweils die Lust was zu erzählen, das Gefühl es könnte jemanden interessieren und reiner Narzissmus sind, weiß ich nicht. Wenn es aber immer mal wieder jemanden freut, was er hier liest, ist es gut.

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Bosnisches Ballett II


Sarajevo, Bosnia i Herzegovina. Wie immer ist der Trolleybus von Grbavica nach Sarajevo-City auch dieses Mal übervoll, gedrängt stehen wir auf dem Gang und klammern uns so gut es geht irgendwo fest. Wirklich, Berührungsängste mit fremden Menschen darf man hier keine haben.

Kurz bevor der Bus die nächste Haltestelle erreicht, klingelt das Handy des Fahrers. Natürlich - wir sind schließlich in Bosnien - geht er dran und beginnt lautstark zu quatschen. An der Haltestelle wollen noch mehr Leute einsteigen, sie versuchen sich in den überquellenden Bus zu quetschen, als letztes ein junges Mädchen mit ihrem kleinen Bruder an der Hand.

Der Fahrer ist völlig ins Gespräch vertieft, irgendwann drückt er den Türknopf zum Schließen, ohne zu gucken. Der kleine Junge ist drinnen, das Mädchen draußen, ihre Hände haben sie nicht losgelassen, sie sind in der Tür eingequetscht. Sofort wird es laut, mehrere Passagiere fauchen den Fahrer an, ihre Stimmen sind alarmierend und ärgerlich.

Den scheint das nicht zu beeindrucken, er telefoniert weiter und öffnet die Tür erst nach mehreren Sekunden, schimpfend schiebt sich das Mädchen mit ihrem kleinen Bruder an uns vorbei und wir fahren weiter, als wär nichts gewesen...

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Montag, 3. September 2007
Feuchte Träume in Zelenkovac


Republika Srpsca, Bosnien. Als der Reisebus auf der Strecke Sarajevo-Banja Luka nach rund fünf Stunden Fahrt die Kleinstadt Mrkonjic Grad passiert, bitten wir den Fahrer uns aussteigen zu lassen. Eigentlich ist hier kein regulärer Stopp, doch auf längeren Strecken durch Bosnien ist es in der Regel kein Problem auf Wunsch an einer beliebigen Stelle raus gelassen zu werden, man muss nur rechtzeitig Bescheid sagen.

Meine Reisebegleitung Julia und ich sind auf dem Weg nach "Zelenkovac". Zelenkovac, das soll eine Art Künstlerprojekt sein, ein Ökodorf in den Wäldern der Republika Srpska, ich habe es bis jetzt nicht wirklich verstanden. Julias vage Beschreibung hatte aber so interessant geklungen, dass ich sofort bereit war, den langen Trip zu starten.

Als der Bus weiter den Berg hinauf schleicht, fragen wir zwei Jugendliche nach dem zentralen Busbahnhof. Hier an der Straße stehen zwar Schilder, da wir uns in der Republika Srpska befinden sind die allerdings auf Kyrillisch, was weder Julia noch ich entziffern können. Die beiden zeigen uns den Weg und begleiten uns ein Stück in die genannte Richtung. Von Mrkonic Grad, so haben wir gehört, würde es einen weiteren Bus zu dem kleinen Örtchen Prnjavor geben, von wo aus es angeblich nur noch ein kurzer Fußmarsch nach Zelenkovac sein soll.

Transportprobleme

Der Busbahnhof ist Menschenleer, nur drei Gestalten sitzen um einen Tisch und rauchen. Wir vermuten, dass sie Angestellte aus den kleinen Läden sind, die sich unmittelbar neben dem Bahnhof befinden und hier nur hocken, weil nichts zu tun ist. Wir kratzen unsere wenigen Brocken Bosnisch zusammen und fragen nach dem Bus nach Prnjavor. Von ihrer ausführlichen Antwort verstehen wir zwar nichts, kapieren aber, dass heute kein Bus mehr dorthin fahren wird. Komischerweise entdecken wir auf den Fahrplan sehr wohl einen Bus, der in in einer halben Stunde starten soll. Die Frau aber, die uns gefolgt ist, zeigt mit dem Finger auf den Eintrag und schüttelt vehement den Kopf.

Klar und deutlich verstehen wir das Wort Taxi. Sie bedeutet uns zu warten, geht zum Tisch und kommt mit einem Zettel zurück, auf dem sie uns eine Summe notiert hat, offenbar der maximal zu zahlende Fahrpreis. Eine hilfreiche Geste die wir dankbar aufnehmen, schließlich ist man hier häufig auf die Erfahrungen wohlwollender Einheimischer angewiesen, die einen vor überzogenen Preisforderungen der örtlichen Dienstleister schützen.

Der Sturere gewinnt

Als wir in Sichtweite der Bushaltestelle ein Taxi auftreiben, ist weit und breit kein Fahrer zu entdecken, auch nach längerem Warten taucht niemand auf. Schließlich beginne ich vorüber fahrenden Autos zu zuwinken und bedeute ihnen mit Händen und Füßen uns mitzunehmen. Die Fahrer wittern allerdings nur die Chance auf ein schnelles Geschäft und konfrontieren uns samtsonders mit überhöhten Geldforderungen. Einer bietet, nachdem wir sein Angebot ausgeschlagen haben, immerhin an, für uns die Taxinummer zu wählen. Nach kurzer Zeit tauchen tatsächlich zwei weitere Taxis auf, und auch der Fahrer des verwaisten Taxis scheint die Meldung erhalten zu haben und kehrt zu seinem Fahrzeug zurück.

Trotz deutlicher Konkurrenzsituation sind sich die drei in einem einig: Uns ordentlich Geld abknöpfen zu wollen. Wir aber wissen den realen Preis, schalten auf stur, lächeln und warten mit überkreuzten Armen, drei Taxifahrer tun es uns gleich. Die absurde Situation löst sich erst, als ein vierter Taxifahrer auftaucht, der auf unser Gegenangebot einsteigt und damit die bösen Blicke der drei Kollegen auf sich zieht. Wir aber haben unsere Tour und erreichen in einer knappen Viertelstunde unser Ziel.

Zelenkovac



Schon von der Straße aus sieht man den Namen des Projektes, wie in Hollywood prangt er in weißen Großbuchstaben an einer Felswand. Der Fahrer biegt von der Straße auf einen Waldweg ab und hält nach einigen hundert Metern vor einem bizarren Holzgebäude an, dessen schiefe Türme hoch in die Wipfel der Bäume ragen. Beeindruckt stehen wir neben unseren Taschen und bewegen uns zunächst gar nicht vom Fleck. Dann aber gehen wir auf die Leute zu, die vor dem Gebäude auf Holzbänken sitzen, stellen uns vor und fragen nach „Boro“, der laut Couchsurfingprofil der Besitzer der Anlage ist.



Boro, so erklärt man uns, der komme erst später, wir aber sollten ruhig unsere Taschen abstellen, alles wäre okay. Also stellen wir unser Gepäck beiseite und gesellen uns zu einer Gruppe, die offenbar ebenfalls aus Besuchern besteht. So lernen wir Jörn aus Norwegen kennen, der mit seinen drei Töchtern 48 Stunden mit dem Bus nach Bosnien gefahren ist und schon öfter in Zelenkovac zu Besuch war. Jörn erzählt spannende Stories von seinen Hilfseinsätzen als Ingenieur in den Jahren nach dem Bosnienkrieg, rund 35 Mal war er bereits hier unten. Und während Jörn noch erzählt, taucht irgendwann plötzlich Boro auf…

Borislav „Boro“ Jankovic

Boro ist ein freundlicher Mann Mitte Vierzig, mit einem großen Gesicht, etwas schütterem dunklen Haar und wirrem dunklem Vollbart, seiner Nase sieht man bereits an, dass er gerne trinkt. In passablem Englisch heißt er uns herzlich willkommen, beteuert, dass Couchsurfer in Zelenkovac gut aufgehoben sind, und dass wir später gezeigt bekämen, wo unsere Schlafplätze seien. Dann führt er uns ins Innere der hölzernen Festung.





In einem schummrigen Raum befinden sich eine Bar, ein offener Kamin und etliche Sitzgelegenheiten und Tische. Das auffälligste aber sind die zahlreichen Bilder, die in allen Größen und Farben dicht gedrängt an den Wänden hängen. Die meisten davon seien von ihm, erklärt Boro, die übrigen stammten von Künstlern, die auf der Reise bei ihm Halt gemacht und ein Werk als Dankeschön dagelassen hätten.

One night of sin

Den restlichen Tag verbringen wir mit Kennenlernen und Unterhalten, immer neue Gesichter tauchen in Zelenkovac auf. Teilweise sind es Reisende, teilweise Leute aus den umliegenden Dörfern, und der eine oder andere arbeitet eben hier. Als es dunkel wird fahren einige der Leute nach Hause oder setzen ihre Reise fort, die übrigen finden sich nach und nach in der Galerie-Bar ein. Im Kamin prasselt ein Feuer, es wird bosnische Musik gespielt, Pivo und Sliwowitz getrunken, gequatscht und schließlich auch getanzt. Es wird ein langer, lustiger Abend, doch irgendwann sind Julia und ich so müde, dass uns auch die gute Stimmung nicht mehr auf den Beinen halten kann. Wir wünschen eine gute Nacht und klettern in den ersten Stock in unsere sehr improvisierte und niedrige, aber urgemütliche Schlafkammer.



Leider befinden sich unsere kostenlosen Schlafplätze genau über der Bar, direkt unter unserem Bett hängt offenbar ein Lautsprecher an der Decke. Wir legen uns hin und versuchen trotz des Lärms von unten abzuschalten, doch das will kaum gelingen: Von Musik und lauten Gesprächen trennen uns nur dünne Bretter, dazwischen klaffen so große Ritzen, dass man die Feiernden von oben sehen kann.

Je später es wird, desto lauter werden Gäste und Musik. Ich krame Oropax hervor und drücke sie so tief es geht ins Ohr, viel hilft das nicht. Irgendwann gehen allerdings noch weitere Gäste schlafen, es wird langsam stiller, ich beginne mich zu entspannen. Bevor ich einschlafe, taucht plötzlich eine Katze neben meinem Kopf auf. Ich erschrecke mich zunächst, doch das schwarz-weiße Tier rollt sich friedlich zwischen Julia und mir zusammen und beginnt zu schnurren. Zu dritt finden wir den lang ersehnten Schlaf.

Mitten in der Nacht werde ich wieder wach, irgendetwas ist an meinen Kopf gestoßen. Im Dämmerlicht des Mondes erkenne ich, dass es die Katze war, die sich offenbar genug ausgeruht hat und nun in Jagdlaune geraten ist. Schon wieder fegt sie über unser Bett und stürzt sich die Wand neben meinem Kopfkissen empor, hinter der sie was weiß ich vermutet. Ich will meine Ruhe haben, packe mir den Störenfried und setze sie vor die Tür. Eine Minute später ist sie wieder bei uns im Raum, offenbar gibt es geheime Katzenwege hier herauf, das Rausschmeißen ist also zwecklos. Ich finde mich damit ab dass hier niemals wirklich Ruhe herrschen wird und lasse die Katze machen was sie will.

Bosnisches Hühnchen am River Sana

Am nächsten Tag steige ich ganz schön verknittert die Treppe herunter, doch der Anblick der sich bietet vertreibt gleich die...

++++++++++++++++++sorry, noch ist hier Baustelle, die Fortsetzung folgt in Kürze++++++++++++++++++


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Bosnisches Ballett I


Sarajevo, Bosnia i Herzegovina. Morgens, auf dem Weg zur Tram, gehe ich an den zerschossenen Hochhäusern von Grbavica vorbei und frage mich einmal mehr: Lassen die unübersehbaren Spuren der Zerstörung die Menschen hier jeden Tag an den Krieg denken? Oder nehmen sie sie überhaupt nicht mehr wahr? Je länger ich in Sarajevo bin, desto mehr begreife ich, was hier los gewesen sein muss...

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